Drive ist ein Neo-Noir-Actionfilm unter der Regie von Nicolas Winding Refn, der 2011 veröffentlicht wurde. In der Hauptrolle spielt Ryan Gosling einen namenlosen Fahrer, der für eine Hollywood-Stuntfirma arbeitet und nebenbei als Fluchtwagenfahrer für Kriminelle tätig ist.

Der Film beginnt mit einer visuell beeindruckenden Sequenz, die den Ton für den Rest des Films angibt. Wir sehen den Fahrer in seiner charakteristischen Skorpionjacke hinter dem Steuer eines Wagens sitzen, während er darauf wartet, dass sein Beifahrer von einem Raubüberfall zurückkehrt. Während sich die Polizei nähert, navigiert der Fahrer ruhig durch die Straßen, entgeht nur knapp einer Festnahme und ergreift eine waghalsige Flucht.

Von da an werden wir in den Beruf des Fahrers eingeführt, der als Stuntfahrer an einem Hollywood-Filmset arbeitet. Er ist ein Mann der wenigen Worte, aber seine Taten sprechen Bände. Wenn er nicht arbeitet, verbringt er seine Zeit damit, Autos zu reparieren und sich mit seiner Nachbarin Irene (Carey Mulligan) und ihrem Sohn Benicio (Kaden Leos) zu treffen.

Die Dinge nehmen eine dunkle Wendung, als der Fahrer in einen verpfuschten Raubüberfall verwickelt wird. Er erklärt sich bereit, seinem Freund Standard (Oscar Isaac) und zwei anderen Kriminellen bei einem Raubüberfall auf ein Pfandhaus zu helfen. Doch die Dinge gehen schief, und der Fahrer ist gezwungen, drastische Maßnahmen zu ergreifen, um sich und seine Mitmenschen zu schützen.

Was folgt, ist ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel zwischen dem Fahrer und den Mafiosi, die hinter ihm her sind. Der Film ist durchsetzt von Momenten intensiver Gewalt, aber es sind die ruhigen Momente, die wirklich hervorstechen. Refn nimmt sich für jede Szene Zeit, so dass der Zuschauer die Atmosphäre und die Emotionen der Figuren in sich aufnehmen kann.

Gosling liefert eine starke Leistung als Fahrer, der ein Gefühl von Gefahr und Geheimnis vermittelt, ohne viel zu sagen. Mulligan ist ebenfalls hervorragend in der Rolle der Irene, einer Frau, die sich von der ruhigen Stärke des Fahrers angezogen fühlt, aber auch misstrauisch gegenüber seinen Geheimnissen ist. Auch die Nebendarsteller, darunter Isaac, Ron Perlman und Albert Brooks, liefern allesamt denkwürdige Leistungen ab.

Drive ist ein meisterhafter Film, der Elemente des Kriminaldramas, der Action und der Romanze zu einem nahtlosen Ganzen verbindet. Refns Regie ist sowohl stilvoll als auch zurückhaltend, und die Leistungen sind erstklassig. Der Film ist nichts für schwache Nerven, aber wer die Gewalt ertragen kann, wird mit einer spannenden und emotionalen Geschichte belohnt, die noch lange nach dem Abspann nachwirkt.

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Von Gisela

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