Originaltitel: The Accused

Angeklagt ist ein fesselndes juristisches Drama aus dem Jahr 1988 unter der Regie von Jonathan Kaplan mit Jodie Foster, Kelly McGillis und Bernie Coulson in den Hauptrollen. Der Film basiert auf der wahren Geschichte einer Frau, die in einer Bar in Newport, Kentucky, von einer Gruppe vergewaltigt wurde, und ihrem Kampf um Gerechtigkeit gegen ihre Angreifer.

Der Film beginnt mit einer jungen Frau, Sarah Tobias (Foster), die von der Arbeit nach Hause geht, als sie plötzlich von drei Männern auf einem Parkplatz angegriffen wird. Anschließend wird sie in eine nahe gelegene Bar gebracht, wo sie von mehreren Männern brutal vergewaltigt wird, während die anderen Gäste zusehen und jubeln. Am nächsten Morgen wird die stellvertretende Bezirksstaatsanwältin Kathryn Murphy (McGillis) mit dem Fall betraut. Sie merkt schnell, dass es schwierig sein wird, den Fall zu verfolgen, da der einzige Zeuge des Verbrechens verschwunden ist und die anderen Barbesucher nicht bereit sind, sich zu melden.

Als der Prozess beginnt, werden Sarahs Angreifer von einem aggressiven Verteidiger vertreten, der versucht, ihre Aussage zu diskreditieren, indem er behauptet, sie sei betrunken und promiskuitiv gewesen. Währenddessen wird Kathryn von ihrem Chef unter Druck gesetzt, den Fall beizulegen und einen langwierigen Prozess zu vermeiden. Sarah ist jedoch fest entschlossen, für Gerechtigkeit zu sorgen, und weigert sich, klein beizugeben, selbst wenn sie sich einer intensiven Prüfung und öffentlichen Demütigung ausgesetzt sieht.

Angeklagt ist ein kraftvoller Film, der ein schwieriges Thema frontal angeht. Jodie Foster liefert eine herausragende Leistung als Sarah Tobias, die den emotionalen Aufruhr ihrer Figur mit unglaublicher Tiefe und Nuancierung einfängt. Kelly McGillis glänzt ebenfalls als Kathryn Murphy und verleiht der Rolle ein Gefühl von Stärke und Entschlossenheit.

Regie und Kameraführung des Films sind gleichermaßen beeindruckend. Kaplan schafft eine angespannte und unbehagliche Atmosphäre, die den Schrecken von Sarahs Angriff perfekt einfängt. Die Verwendung von Nahaufnahmen und engen Kamerawinkeln verstärkt das Gefühl der Klaustrophobie und des Unbehagens, während die eindringliche Filmmusik von Howard Shore die emotionale Wirkung der Geschichte noch verstärkt.

Insgesamt ist Angeklagt ein sehenswerter Film, der wichtige Fragen zu Geschlechterrollen, Opferbeschuldigung und dem Justizsystem aufwirft. Es ist ein kraftvolles und zum Nachdenken anregendes Drama, das auch heute noch, mehr als 30 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung, relevant ist.

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Von Gisela

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